Ratgeber Hirninfarkt
Informationen für Betroffene und Angehörige
Was ist ein Hirninfarkt ?
Ein Hirninfarkt – auch Hirnschlag, Apoplex oder Schlaganfall genannt – stellt den plötzlichen Ausfall unterschiedlicher Gehirnfunktionen dar. Ursache dafür ist, dass ein Teil des Hirns von der Blutzufuhr getrennt wird. Ist dies der Fall, dauert es i. d. R. nicht lange, bis das Gehirn Schaden nimmt, da dieses u. a. nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden kann. Meist stellen sich dann typische Schlaganfall-Zeichen ein. Hierzu gehören z. B. Sprachstörungen, die in Verbindung mit einer plötzlichen Lähmungserscheinung einer Körperseite stehen, Störungen des Sehvermögens (u. a. verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, zeitweiser Sehverlust auf einem Auge), Koordinationsschwierigkeiten verbunden mit einem starken Schwindelgefühl, Erbrechen und Übelkeit sowie bei einigen wenigen Patienten starke Kopfschmerzen. Trotz der Vielzahl der o. g. Symptome fühlen die Betroffenen i. d. R. keinen Schmerz, wenn sie einen Hirninfarkt erleiden.
Wer ist betroffen?
Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe schätzt, dass in Deutschland jährlich ca. 200.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Innerhalb der ersten vier Wochen nach diesem neurologischen Ereignis versterben ca. 20 % der Patienten; rund 50 % leiden auch ein Jahr nach Auftreten des Hirninfarkts an einer daraus resultierenden dauerhaften Behinderung und sind daher auf fremde Hilfe zur Bewältigung des Alltags angewiesen. Mehr als 40 % der Betroffenen bleiben hingegen mit nur leichten oder gar keinen Beeinträchtigungen zurück. Die folgen eines Hirninfarkts kann man auch mit Ergotherapie behandeln
.
Mögliche Folgen des Hirninfarkts
Knapp eine Million Menschen in der Bundesrepublik Deutschland sind durch die Folgen eines Hirninfarkts beeinträchtigt. Hierzu zählen u. a. Störungen des Gleichgewichts, des Wahrnehmungs- und Sehvermögens, Beeinträchtigungen von Sprachfähigkeit und Schluckreflex (chronische Dysphagie), Halbseitenlähmung (Hemiplegie) u. v. m. Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe geht davon aus, dass in Deutschland rund 2 % der finanziellen Aufwendungen der gesetzlichen Krankenkassen in direktem Zusammenhang mit den Folgen eines Schlaganfalls stehen.
msf